Dienstag, 27. August 2013

Egilsstadir, Island

Heute steht ein recht langer Fahrtag an, um entlang der Küstenstraße den Weg Richtung Fährhafen anzugehen. Ein kurzer Abstecher zum Hafen in Höfn, dann nimmt First-Lady die Strasse unter die Räder.

am Hafen
 
wieder an der Küste lang

Gegen Abend, nach einigen Leuchtturm-Stopps erreichen wir den letzten Camping bei Egilsstadir. Nußkuchen-Muffins werden als Wegzehrung für die Fähre gebacken und noch nette WoMo-Fahrer zum Curryhuhn mit einheimischem Leichtbier eingeladen.Bis 2,5 Vol.Prozent Alkohol darf in Island frei verkauft werden, alles darüber ist nur in sog. Vinbudin's verkauft werden. Das Light-Bier ist aber bekömmlich und lecker, so daß wir nie auf die Weinbuden angewiesen waren.

Höfn, Island

Schon seit Anfang der Tour lauerte ich auf Flugwetter. Heute soll es geschehen, am bloß 1 km vom Camping entfernten Flugfeld. Der Flug 2 (die 60 Minuten Westschleife) war angesagt, und da ich den Copiloten-Sitz bekam, gab es via Headset interessante Details und Erklärungen vom Piloten.


ich werde die Tour 1 fliegen
 
Pilotseat
 
Wingman

So sehen wir die 13 km lange Vulkankraterkette, die im 18ten Jahrhundert 2 Jahre lang eruptierte und die französische Revolution ausgelöst haben soll.

wie Perlen an der Kette

Auch fünf der sieben isländischen Gletscher sehen wir zur selben Zeit, immer wieder speziell, wie die Zungen sich formen.

Luftblick
 
Muster

Gut, das der Flug dann nach einer Stunde zu Ende ist, mir ist doch etwas blümerant zu mute :-)

Weiter geht es zur rund 75 km entfernten Gletscherlagune beim Jökulsarlon. Diese Lagune gibt es seit rund 9 Jahren, sie ist durch abschmelzen der Gletscherzunge rund 7 km lang, bis 100 m tief und bis 2 km breit. Eisberge aus dem Gletscher finden ihren Weg durch die Lagune ins Meer, mit dem sie unter einer Brücke verbunden ist.

Eine Bootstour auf alten, aus amerikanischem Vietnamkrieg stammenden Amphibienbooten in der Lagune ist erlebnisreich.

sicher ist sicher
 
dicke Berge

Den Sonnenuntergang beim Camping genießen wir dann mit leckerem Fischfilet im WoMo und Gästen aus Flensburg.


abends im Camping

Skaftafell, Island

Die Wettervorhersage für heute war 7 Grad mit Hagel - wie gut, daß sich auch Wetterfrösche irren dürfen. 


Camping

Drama im Himmel

Sonne und bewölkter Himmel empfingen uns, so daß wir eine Wanderung vom Camping aus zum Svartifoss unternahmen.

Wandersleut

Der Svartifoss ist besonders, weil er aus einem Überhang von Basaltsäulen herabstürzt.

vor dem Fall

Basaltfall mit Regenbogen

geschafft (ich wandere selten in die Berge und bin deswegen stolz)

Dann ging es weiter zum Aussichtspunkt auf die Gletscherzunge des Skaftafellsjökull. Der sehr weite, sanfte Anstieg war den Weg wert.

die Zunge bei Sonne

Den Abstieg, der auch bei sehr hohem Tempo rund eine Stunde dauerte, galt es, bei Dauerregen (aber ohne Wind) zu bewältigen.

Ein schöner Sonnenuntergang  entschädigte uns später dafür.

chillen am Gletscher

und den Ausblick dazu.

Da wir nicht so oft regenfreies Wetter haben ist es ein besonders erhebender Moment.

Skaftafell, Island

Bei mäßigem Wetter, das mit grauen Wolken und gelegentlichem Regen aber sehr gut in zum heutigen Streckenabschnitt zu passen scheint, machen wir uns auf, weiter gen Osten zu fahren.

Durch moosbedeckte Lavafelder, auf denen es sich unglaublich weich und federnd läuft, treffen wir auf den Steinmännchen-Platz, wo Dutzende von Steinmännchen den Erbauern sichere Reise gewähren sollen.


Gravel-Road
 
Schlucht (2 km lang, 100 m tief)

Ein Abstecher auf einer Gravelroad bringt uns zu einer 2 km langen und 100 m tiefen Schlucht Fjadrargljufur - sehr cool.

zum Kirchenboden
 
geschmeidig im Knie
 
der Kirchboden
 
gute Knipsis

Und auch der sogenannte Kirchboden aus abgeschliffenen Basaltsäulen, die mal auf dem Meeresgrund waren, bevor ein Vulkanausbruch die Landmasse um 500 m verlängerte, macht uns bei Kirkjugolf Freude.

wo geht's lang?
 
schwere Wetter im Anmarsch
 
und schwere Tropfen

Kurz vor dem Camping kommen wir noch zu einer langen Brücke, die meine First-Lady abläuft um zu fotografieren. Bei dem Regenwetter eine tapfere Tat ;-) .

vor der Zunge
 
mit dem WoMo
 
Brückenrest

Dieser Rest ist alles, was nach einer Gletschermuräne von der alten Brücke übrig blieb.

gelbe Erkunderin

Der abschließende Abstecher (800 m Umweg) zur Gletscherzunge des Svinafelsjökull rundet den Tag ab - wirklich was besonderes, so dicht an den Gletscher heranzukommen.

Vik, Island

Heute verlassen wir den nassen Campingplatz und fahren zum südlichsten Pkt Islands, Vik.

Doch zuvor geht es bei Sonenschein nocheinmal an den Wasserfall, hinter dem man durchlaufen kann - dem Seljalandfoss.

Strecke machen
 
First-Lady hinter dem Wasserfall

Obschon nur 110 km Tagesetappe, genießt meine First-Lady die Fahrt. Immer mal wieder hören wir, das eine Frau am Steuer eines Dickschiffs eher selten sei, und dass bei Single Tracks auch noch freudiges Winken und Grüßen der entgegenkommenden WoMos angesagt sei, fände man erfreulich, aber seltsam. Mangels Erfahrung kann ich nichts dazu kommentieren. First-Lady sagt zum Thema: "Frau ans Steuer - macht Spaß und ist nicht schwer".

Trucker-Lady

Der Besuch bei Skogar zeigt einen weiteren, hohen Wasserfall und ein sehenswertes Volkskundemuseum (das den Schwerpunkt auf Kommunikation hat).

Schuster-Lady im Volkskunde Museum
 
davon hatte ich auch einige besessen
 
Pisten-Bully

Wir kommen zum Kliff bei Dyrholaey, wo es ein Felsentor, Felsnadeln im Meer und schwarzen Strand hat.

entlang der Küste
 
wo kommt nur all das Wasser her?
 
unendliche Weiten
 
Felsnadeln
 
Kies
 
und mal Kies nass
 
good mood
 
Küstenlinie

Die Felsformationen von Reinisdrangar sind mit der nordkalifornischen Küste vergleichbar, der schwarze Strand und die Basaltsäulen an der Küste machen Sie für mich jedoch einmalig.

Life Saver
 
Basalt Säulen
 
aus der Höhle
 
für eine sichere Reise
 
schöne Kurven

Obwohl ich mich kaum sattsehen kann, fahren wir bei Sonne zum Camping in Vik.

Camping
 
einmal die Stühle raus

First-Lady erbeutet im Icewearladen noch ein T-Shirt und eine Islanddecke, das abendliche Lammgrillen bringt unseren neuen Webergrill und die ausziehbare Außenküche zum ersten Einsatz. Das Ergebnis ist, wegen der super Lammfleischqualität und den guten Marinaden, superb!

Auch die Anhaftungen von Hydrauliköl, welche die Beifahrerseite unseres WoMo's am seit dem schwarzen See verunzierten, ließen sich das des Einsatzes von Eurocleaner (den mir ein freundliches WoMo-Paar lieh) gut entfernen.